Von der Pflanze zur Zigarette
Die Tabakpflanze
Tabak ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Nachschattengewächse (zu denen z.B. auch die Kartoffeln, die Auberginen oder die Tomaten gehören), mit rosafarbenen Blüten und Früchten in Kapselform. Auf der ganzen Welt werden über 800 Tabaksorten angebaut. Die Pflanzen werden 50cm bis 3 Meter hoch. Tabak wird in 120 Ländern angebaut, darunter in China, Brasilien, in USA, Zimbabwe, Indien, im Mittelmeerraum und auch in Österreich.
Tabakanbau und Tabakernte
Auf den Tabakplantagen werden Jahreskulturen abgebaut. Von der Saat bis zur Ernte vergehen 3 bis 5 Monate. Die geernteten Tabakblätter werden getrocknet. Das ist ein wichtiger Schritt der Produktion. Getrocknet wird entweder natürlich (in belüfteten Scheunen oder an der Sonne; Dauer: 2 bis 3 Monate, oder künstliche Dauer: 3 bis 7 Tage). Der Tabakanbau ist eine Belastung für die Umwelt (Pestizide, Holzbedarf).
Und: Die Beschäftigungsdauer von Plantagenarbeiterinnen und -arbeitern in der 3. Welt liegt nur bei etwa 2 bis 3 Monaten im Jahr.
Vom Tabak zur Zigarette
In der Fabrik werden die Tabaksorten nach Herkunft und Jahr gemischt. Eine einzige Zigarette kann aus bis zu 50 Tabaksorten zusammengesetzt sein. Dem Tabak werden viele Zusätze, d.h. technische Zusatzstoffe und Duftstoffe, beigefügt. Die Zusammensetzung der Mischung, die geheim bleibt, gibt dem Produkt seinen speziellen Geschmack. Außer den Fabrikanten weiß niemand, wie viele und welche Zusätze für die verschiedenen Marken benutzt werden - und auch nicht, wozu diese dienen.
Danach wird auf einen Papierband eine endlose Tabakwurst geformt, wie eine unendliche lange Zigarette, zu der dauernd Tabak zugegeben wird. Die Zigarettenmaschine fügt den Filter und das Papier, das diesen umgibt, bei, worauf die Zigaretten in Päckchen und diese in Stangen verpackt werden.
Basierend auf dem Handbuch zur Tabakprävention "Mit Feuer gegen Rauch" der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme SFA mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers. Adaptiert durch das Institut Suchtprävention, Linz.