Die Zigarette
Zigarettensorten
Die Zigaretten werden im Allgemeinen in drei Geschmackkategorien unterteilt: dunkle, helle und orientalische. Man kann auch zwischen Filterzigaretten und filterlosen unterscheiden, und bei jeder Marke gibt es verschiedene Sorten mit besonderen Kennzeichnungen: ultra, light, extra light, super etc. Einige dieser Bezeichnungen sollen verboten werden.
Zusammensetzung einer Zigarette
Eine ungerauchte Zigarette enthält natürlich Tabak, aber auch Zigarettenpapier, Zusatzstoffe (z.B. zur Aufhellung der Asche und für eine gleichmäßige Verbrennung), einen Filter, der bestimmte, im Rauch enthaltene Partikel zurückhalten, die Temperatur senken sowie den Teer und das Nikotin im Hauptzug des Rauchs reduzieren soll. Die Filter werden auch mit kleinen Luftlöchern versetzt, um den Rauch mit Luft zu mischen. Wenn diese Löcheraber von den Lippen oder Fingern der Raucherinnen und Raucher verdeckt werden, wird beträchtlich mehr Teer und Nikotin inhaliert.
Das Verbrennungsphänomen
Der Tabakrauch enthält fast 4000 chemische Komponenten: Einerseits diejenigen, die im Tabak enthalten sind, dann die beim Anbau verwendeten Dünger und außerdem Zusatzstoffe, welche das Einatmen erleichtert, den Geschmack verändern (Zucker, Honig, Kakao, Gewürz etc.) oder die Reizwirkung mildern sollen. Dazu muss man wissen, dass jeder Zusatzstoff auf seine Ungiftigkeit als Nahrungsmittelgeprüft wird, was heißt, dass er ungefährlich sein muss, wenn er gegessen wird. Aber man weiß nicht, was daraus wird, wenn die Substanz verbrannt wird. Achtung: Zigaretten zu essen kann wegen des Nikotins tödlich sein!
Andererseits enthält Tabakrauch auch die Substanzen, welche sich beim Verbrennungsprozess bilden, der eine Temperatur von 900° C erreichen kann. Beim Abbrennen werden die im Tabak enthaltenen Komponenten zu Gas und Partikeln; durch das Verbrennen von einzelnen Komponenten entstehen neue Substanzen.
Einige bemerkenswerte Tatsachen
Wenig und wenig macht schließlich viel
Raucher/innen denken, dass die verschiedenen chemischen Produkte in so niedrigen Mengen vorhanden seien, dass sie ungefährlich seien. Aber sie vergessen, dass sie kumuliert wirken und dass die im Organismus gespeicherte Menge mit jedem Lungenzug größer wird. In jedem Zug hat es eine kleine Menge chemischer Produkte. Wenn man also davon ausgeht, dass eine Zigarette in 10 Zügen geraucht wird, inhaliert jemand, der täglich eine Packung Zigaretten raucht, in einem Jahr rund 73000 Züge voll gefährlicher chemischer Produkte.
Menthol schmeckt vielleicht "gesünder", ist es aber nicht
Menthol ist nur ein Zusatzaroma in der langen Liste der möglichen Komponenten! Die Resultate der jüngeren Studien zur Mentholzigaretten widersprechen sich, die Wissenschaftler können noch keine sichere Aussage dazu machen und verlangen weitere Studien. Zur Zeit sind sie sich in einem Punkt einig: Wenn die Zigaretten Menthol enthalten, machen die Raucher/innen leichter tiefe Lungenzüge, sie können schneller und damit mehr Zigaretten in kürzerer Zeit rauchen, Menthol kann leichter zur Abhängigkeit führen, fasst Dr. Kaiser Permanente, zusammen. Und alles, was schneller zur Abhängigkeit führt, ist schlecht für die Gesundheit.
Basierend auf dem Handbuch zur Tabakprävention "Mit Feuer gegen Rauch" der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme SFA mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers. Adaptiert durch das Institut Suchtprävention, Linz.