Gefährliche Wasserpfeife
Mustafa ist aufgeregt. Zum ersten Mal will er mit seinen Freunden Shisha in einem Café rauchen. Als er den Raum betritt, zieht ihm der Rauch aus der Wasserpfeife in die Nase. Mustafa findet ihn angenehm.
Er lässt sich weiter auf die Situation ein. Seine Freunde erzählen ihm von den verschiedenen Geschmacksrichtungen. Er wählt Pfefferminze, der Kellner nimmt die Bestellung auf. Wird dieses erste Mal auch für Mustafa - so wie für andere Jugendliche - zum Beginn eines wöchentlichen Rituals, der zu einem regelmäßigen Konsum führt? Über die Risiken der Wasserpfeife sind sich viele Jugendliche nicht im Klaren.
Die Shisha wird allem Anschein nach bei Jugendlichen immer beliebter: Jeder vierte Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren hat schon einmal Shisha geraucht, berichtet die Ärzte-Zeitung. Doch kaum einer dieser Jugendlichen hat eine Ahnung davon, wie gefährlich die Shisha überhaupt ist. Denn eine Shisha enthält soviel Gift wie zehn Zigaretten. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung gelangen über den Rauch von Wasserpfeifen zum Teil größere Schadstoffmengen in den menschlichen Körper als über filterlose Zigaretten. So sei der Gehalt von Chrom, Kobalt, Blei und Nickel beim Rauchen von Shishas höher als bei der Zigarette.
Die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist darauf hin, dass dem aromatisierten Tabak von Shishas außerdem Zucker und Sirup zugesetzt werden, die beim Verbrennen krebserregende und schleimhautreizende Stoffe freisetzen. Dadurch steigt nach Darstellung der Experten das Risiko für Herz- und Krebserkrankungen. Außerdem kann das Shisha-Rauchen auch ansteckende Krankheiten übertragen: Lippenbläschen (Herpes) oder Gelbsucht beispielsweise.
Mustafas Bestellung ist inzwischen eingetroffen. Er hat die Shisha vor sich und zieht durch den Schlauch den Rauch ein. Er weiß noch nicht, wie gefährlich das Inhalieren für ihn werden kann.
Quelle: www.morgenpost.de
